Die Podcatcher

Unaufgeforderte Podcast Review

Alternativen zum Flausch

Wenn Podcaster über Podcasts sprechen, insbesondere in ihren Podcasts vor Publikum, verlieren sie für gewöhnlich kein schlechtes Wort über die Kollegen. Man unterstützt sich, man empfiehlt sich und die Dinge die einen stören überhört man höflich. Martin Rützler ist einer der Wenigen, die überhaupt in Podcasts über Podcasts sprechen. In seinem Sendegarten geht die Podcastlandschaftspflege entsprechend gemütlich zu. Wir sprechen mit ihm beim 35C3 über Gespräche über Podcasts und loten Wege der Kritik aus.

Wer sich fragt, wo in diesem Gespräch die weiblichen Stimmen sind, hat recht. Sie fehlen. Morgen reden wir mit den Initiatoren der neuen Plattform “Podcasterinnen.org” über ihr Projekt.

In dieser Folge zu hören:

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3 Kommentare

  1. zum Thema, wie kritik geben ohne zu verletzen, fällt mir gewaltfreie Kommunikation ein.

    ob ich das in Bezug auf einen Podcast mache, oder innerhalb einer Mediation, behaupte ich jetzt, ist egal.

    denn ich spreche dabei von mir, was habe ich beobachtet ist wahrgenommen. wie wirkte das auf mich und welches Bedürfnis steckt dahinter, gibt es sogar eine Bitte oder einen Wunsch die bzw. den ich daraus ableiten kann.

    ob es nun um Länge der Episode geht oder was auch immer.

    natürlich spielt der Empfänger auch eine große Rolle. wenn dieser, wie der Herr vom sendegarten, alles persönlich nimmt, ja nu, dann muss der Sender noch sensibler sein oder es kracht :).

    • Hallo philipp, hier ist Martin, der “Mensch vom Sendegarten”. Vielen Dank für Deine Gedanken zur Gewaltfreien Kommunikation (GfK). Die halte ich grundsätzlich für einen guten Ansatz in der zwischenmenschlichen Auseinandersetzung. Zwei Dinge fallen mir gleich dazu ein. Erstens vermute ich, dass eine “brutal” formulierte Kritik, wie sie Stefan ja direkt anspricht, einer wertschätzenden Kommunikation nach Rosenberg zuwider läuft und zweitens bekomme ich das auch nicht ganz auf die Bedürfnis-Bitte-Erfüllungshilfe, die ich im Rahmen der GfK für zentral halte, übertragen. So wie ich GfK verstanden habe, soll sie helfen, Ärger, der durch unerfüllte Bedürfnisse entsteht, dadurch abzubauen, dass diese Bedürfnisse erst identifiziert bzw. verbalisiert werden und daraus dann eine explizite Bitte an das jeweilige Gegenüber entsteht. Wie kann das auf die 1:N Situation des Podcastens übertragen werden? Welches (unerfüllte) echte Bedürfnis führt bei Stefan oder Moritz beim Hören meines Audioangebotes zu Ärger? Wo ist die Bitte (!) um Änderung an mich? Und selbst, wenn das formulierbar wäre, wie sollte ich als Sender mit den unterschiedlichen (gegensätzlichen) Bitten umgehen? Die Hörenden sind ja (zum Glück!) keine homogene Menschenmasse mit identischen Bedürfnissen. – Wo siehst Du da einen sinnvollen Ansatz für GfK? Trotz meiner grundsätzlich positiven Erfahrung mit dieser Kommunikationsform kann ich sie mir als Hilfe in dieser Metakommunikation nicht wirklich vorstellen. Ihre Wirkung entfaltet sie doch eigentlich nur im direkten 1:1 Verhältnis. Oder bin ich auf dem Holzweg?

  2. Ganz nach dem Motto flauschige, gefahrlose, billige Meinung:

    Ich fande das die beste Podcast Epidsode in diesem Jahr, das ist Alternativlos Niveau!

    Extrem augenöffnend und bereichernd. Ich freue mich auf alles, was dieses Projekt 2019 zu Tage fördern wird.

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